Wir suchen die Lösung für die scheinbar einfache Gleichung:
\[x = e^x\]
Das bedeutet: Gesucht ist ein Wert fĂĽr \(x\), der exakt genauso groĂź ist wie die Eulersche Zahl \(e\) (ca. \(2,718\)) hoch \(x\).
Wenn wir versuchen, die Gleichung mit den normalen Werkzeugen der Mittelstufen-Algebra (wie dem natürlichen Logarithmus \(\ln\)) zu lösen, stoßen wir schnell an eine Wand:
Wir haben das Problem also nur verschoben, aber nicht gelöst. Das \(x\) bleibt “gefangen”. In der Schulmathematik der 11. Klasse nutzen wir daher zwei andere, mächtige Ansätze: grafisch und analytisch.
Wir können die Gleichung in zwei Funktionen aufteilen und deren Graphen betrachten: * \(f(x) = e^x\) (Exponentialfunktion) * \(g(x) = x\) (Die Winkelhalbierende des I. Quadranten)
Die Frage nach der Lösung der Gleichung ist identisch mit der Frage: “Wo schneiden sich die beiden Graphen?”
Schauen wir uns das in R an:
# Definition der Funktionen
f <- function(x) exp(x)
g <- function(x) x
# Plot erstellen
curve(f, from = -2, to = 2, col = "blue", lwd = 2,
ylab = "y", xlab = "x", main = "Vergleich von e^x und x")
curve(g, from = -2, to = 2, col = "red", lwd = 2, add = TRUE)
grid()
legend("topleft", legend = c("f(x) = e^x", "g(x) = x"),
col = c("blue", "red"), lwd = 2)