Hüttentour August 2026
Vorschlag 14.-16.8 (2 Nächte) oder 13.-16.8 (3 Nächte)
Routen
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Dauer: 3 Nächte | Anfahrt ab München: 2,5h | Anspruch: T3 bis T4 (Sehr sportlich)
Wegcharakter & Details: Eine kompromisslose, hochalpine Entdeckertour im rauen Herzen der Hohen Tauern. Wer das klassische, felsige “Eis-und-Stein”-Feeling sucht, wird hier fündig. Die Route verläuft über anspruchsvolle Blockfelder, schmale Pfade und bietet epische Weitblicke auf die umliegenden Gletscherriesen. Absolutes Highlight ist die Gratüberschreitung an Tag 2.
Ablauf: Tag 1 moderater Aufstieg aus Sportgastein zum Niedersachsenhaus. Tag 2 führt über die seilversicherte Riffelscharte und Blockgelände spektakulär zur Duisburger Hütte. Tag 3 quert zur Hagener Hütte, bevor an Tag 4 der entspannte geschichtsträchtige Römerweg-Abstieg folgt.
Fakten:
- Unterkünfte: Niedersachsenhaus, Duisburger Hütte, Hagener Hütte
- Rundweg: Ja, Start und Ziel im malerischen Talboden von Sportgastein.
- Wasser & Versorgung: Gute Hüttendichte, aber lange, trockene Abschnitte auf den Graten.
Dauer: 2 Nächte | Anfahrt ab München: 3,5h | Anspruch: T3 (Moderat Alpin)
Wegcharakter & Details: Die etwas zugänglichere, aber nicht minder spektakuläre Schwester der Gasteiner Runde. Man bewegt sich auf geschichtsträchtigen Pfaden auf der Alpensüdseite rund um das Bergsteigerdorf Mallnitz. Die Blicke auf den mächtigen Ankogel sind atemberaubend. Keine Forststraßen-Monotonie, sondern echte Steige.
Ablauf: Aufstieg am Nachmittag von der Jamnigalm zur Hagener Hütte. Tag 2 bildet das lange, grandiose Herzstück über den Mindener Weg (oft Altschneefelder bis in den August!) direkt zum spektakulär positionierten Hannoverhaus. Am letzten Tag extrem knieschonend: Abfahrt mit der Ankogelbahn direkt ins Tal oder Weg zurück (lange) durchs Tal (würde ich bevorzugen).
Fakten:
- Unterkünfte: Hagener Hütte, Hannoverhaus
- Logistik-Vorteil: Perfekt ohne Auto! Per Bahn direkt zum Bahnhof Mallnitz-Obervellach, weiter mit dem Wanderbus.
- Konditionstipp: Der Weg zwischen den Hütten zieht sich – Ausdauer ist wichtiger als Klettergeschick.
- Info: Es gibt auf dem Weg nach ca. 5h eine Selbstversorgerhütte auf der man nichts zahlen müsste um dort zu schlafen. Man kann aber auch nicht reservieren.
Dauer: 2 Nächte | Anfahrt ab München: 2,5h | Anspruch: T3 (Abwechslungsreich & aussichtsreich)
Wegcharakter & Details: Ein absolutes landschaftliches Juwel im Vorarlberger Montafon, das sich perfekt für eine aktive Gruppe eignet. Das Rätikon ist berühmt für seine senkrechten, hellen Kalkwände (“Die Drei Türme”), die einen dramatischen Kontrast zu den saftig grünen Tälern bilden. Das landschaftliche Highlight der Tour ist der Golmer Höhenweg, ein grandioser Panoramaweg, der fast durchgehend auf einem schmalen Grat verläuft und atemberaubende Tiefblicke bietet. Die alpine Kulisse erinnert hier stark an die Dolomiten.
Ablauf: Tag 1 startet am Parkplatz mit einem stetigen Aufstieg durch das malerische Tal hinauf zur ersten Unterkunft, der Heinrich-Hueter-Hütte – ideal, um am Anreisetag entspannt in der Bergwelt anzukommen. An Tag 2 führt die Route zunächst zum beeindruckenden Lünersee, der wie ein tiefblauer Fjord eingebettet zwischen den Bergen liegt. Vom See aus geht es weiter durch die alpine Landschaft zur Lindauer Hütte, die spektakulär direkt am Fuß der mächtigen Drei Türme thront. Tag 3 liefert mit dem Golmer Höhenweg den landschaftlichen Höhepunkt: Eine lange, fantastische Gratwanderung führt über mehrere aufeinanderfolgende Gipfel wie die Kirchlispitzen, den Verakopf, den Rossberg, den Zaluandakopf und den Saulakopf. Über diesen exponierten, aber gut gehbaren Rücken geht es mit weiten Panoramablicken schließlich zurück zum Ausgangspunkt.
Fakten:
- Unterkünfte: Heinrich-Hueter-Hütte, Lindauer Hütte
- Landschaftstyp: Dramatischer, heller Kalkfels gepaart mit dem tiefblauen Lünersee – pures Dolomiten-Flair.
- Kulinarik: Die Lindauer Hütte ist alpenweit bekannt für exzellente regionale Küche, ein echtes Highlight für ein gemeinsames, ausgiebiges Abendessen.
- Streckenführung: Perfekte Rundtour ohne zusätzlichen logistischen Aufwand. Der stetige Wechsel aus Tälern, See-Idylle und exponiertem Höhenweg macht die Route enorm abwechslungsreich.
Dauer: 2 Nächte | Anfahrt ab München: ca. 1,5 bis 2h | Anspruch: T3 (Ausdauer & Trittsicherheit gefragt)
Wegcharakter & Details: Einer der absoluten Klassiker im Allgäu! Die Nagelfluhkette bietet eine spektakuläre Gratwanderung über unzählige Gipfel. Der Name kommt vom markanten Gestein, das an groben Waschbeton erinnert (“Herrgottsbeton”). Man bewegt sich fast durchgehend auf dem Grat und genießt eine fantastische Weitsicht – an klaren Tagen bis zum Bodensee. Der ständige Wechsel aus steilen Auf- und Abstiegen kostet ordentlich Körner, macht die Route aber zu einer perfekten, sportlichen Herausforderung für eine fitte 5er-Gruppe.
Ablauf: Tag 1 startet im Westen (meist ab Steibis/Oberstaufen) mit dem Aufstieg zum Grat. Hier bietet sich beispielsweise das Staufner Haus direkt unterhalb des Hochgrats (1.834 m) für die erste Nacht an. Tag 2 ist die Königsetappe: Das ständige Auf und Ab führt über Gipfel wie den Stuiben (1.749 m), das Steinköpfle (1.665 m) und den Steineberg (1.683 m) bis zum Bärenkopf. Übernachtet wird im östlichen Teil (z.B. Kemptener Naturfreundehaus oder Alpe Gund). Tag 3 bietet einen recht entspannten Abstieg hinab zum Großen Alpsee bei Immenstadt – perfekt für einen abschließenden Sprung ins kühle Nass.
Fakten:
- Unterkünfte (Beispiele): Staufner Haus, Kemptener Naturfreundehaus, Alpe Gund (frühzeitige Reservierung für 5 Personen ist hier wichtig!).
- Streckenführung: Es handelt sich um eine klassische Streckentour (von A nach B), Start und Ziel sind also nicht am selben Ort.
- Logistik-Vorteil: Die Tour lässt sich hervorragend komplett ohne Auto ab München machen, da Start (Oberstaufen) und Ziel (Immenstadt) direkt an der gleichen Bahnstrecke liegen. Reist man mit dem Auto an, ist die Rückfahrt vom Ziel zum Startpunkt per Regionalzug in wenigen Minuten erledigt.
- Gelände: Der Weg ist oft schmal und teilweise drahtseilversichert. Schwindelfreiheit und ausreichend Wasserreserven sind ein Muss, da es oben direkt am Grat kaum Quellen gibt.
Dauer: 2 Nächte | Anfahrt ab München: ca. 2 bis 2,5h | Anspruch: T3 (Entschärfte Variante)
Wegcharakter & Details: Diese Variante umgeht die schweren Klettersteig-Passagen und Grate der eigentlichen Direttissima absichtlich. Das macht die Wegführung zwar sicherer, nimmt der Tour aber leider auch viel von ihrem wilden, hochalpinen Reiz. Im direkten Vergleich mit den anderen Routen fällt diese entschärfte Streckenführung landschaftlich und vom Nervenkitzel her vielleicht etwas zu brav und unattraktiv aus.
Ablauf: Tag 1 beginnt in Riezlern mit einem stetigen Aufstieg zur Fiderepasshütte. Tag 2 ist die Königsetappe: Über die entspannteren Umgehungswege der Schafalpenköpfe wird das Geißhorn anvisiert, bevor man zur Übernachtung in der herrlich gelegenen Mindelheimer Hütte einkehrt. Tag 3 bietet einen stetigen Abstieg durch das idyllische Gemsteltal hinaus nach Mittelberg/Baad.
Fakten:
- Unterkünfte: Fiderepasshütte, Mindelheimer Hütte. Beide sind gut frequentiert, hier solltet ihr für den August also schnellstmöglich reservieren.
- Action & Anspruch: Da die schweren Kletterstellen gezielt ausgelassen wurden, ist die Route technisch deutlich einfacher zu gehen. Trittsicherheit ist im alpinen Gelände natürlich trotzdem gefordert.
- Landschaftstyp: Schroffes, felsiges Gelände im starken Kontrast zu den grünen Tälern des Kleinwalsertals.
- Wasser & Versorgung: Auf der Etappe an Tag 2 gibt es auf weiten Strecken keine Wasserquellen – es muss zwingend genug Flüssigkeit mitgenommen werden.
- Logistik-Vorteil: Start (Riezlern) und Ziel (Mittelberg) liegen beide im Kleinwalsertal und sind perfekt durch den kostenlosen Walserbus im 10-Minuten-Takt verbunden.
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