Klausurlösung: 7. ARIS ER-Modell

7.1 Analyse der Anforderungen

Basierend auf dem Text ergeben sich folgende Modellierungskomponenten:

1. Entitäten und Attribute

  • Person (Obertyp): Name, Anschrift, PNr (Primärschlüssel).
  • Angestellte: Amt.
  • Mitglieder: (Keine spezifischen Zusatzattribute genannt).
  • Fußballtrainer: Lizenz.
  • Fußballspieler: (Keine spezifischen Zusatzattribute genannt).
  • Fußballmannschaft: Name, MNr (Primärschlüssel).
  • Fußballspiel: Datum, Gegnermannschaft, Spielstand, SNr (Primärschlüssel).

Vervollständigung des ER-Modells

Grafisches ER-Modell

Abbildung 1: Erstelltes ER-Modell für die Sportvereinsverwaltung
Abbildung 1: Erstelltes ER-Modell für die Sportvereinsverwaltung

Kardinalitäten und Beziehungen

Beziehung (Raute) Beteiligte Entitäten Kardinalität [min, max] Beschreibung laut Text
spielen in Fußballspieler : Mannschaft m : n Spieler: 0..; Mannschaft: 1...
betreuen Fußballtrainer : Mannschaft n : 1 Trainer: 0..1; Mannschaft: 1..*.
austragen Mannschaft : Fußballspiel 1 : n Mannschaft: 1..*; Spiel: 1..1.
teilnehmen Fußballspieler : Fußballspiel m : n Spieler: 0..; Spiel: 0...
Attribut: Einsatzzeit

Spezialisierung der Personengruppe

Typ der Spezialisierung: Da Mitglieder gleichzeitig Angestellte, Spieler oder Trainer sein können und keine weiteren Gruppen existieren, handelt es sich um eine:

  • Totalität: Ja (keine weiteren Gruppen außer den genannten).
  • Disjunktheit: Nein (Überlappung möglich, da Mitglieder mehrere Rollen einnehmen können).

Im Diagramm entspricht der Obertyp der Person, die vier Untertypen sind Angestellte, Mitglieder, Fußballspieler und Fußballtrainer.


Exkurs: Spezialisierungskriterien

Spezialisierungen im ER-Modell beschreiben die Beziehung zwischen einem Obertyp (z. B. Person) und seinen Untertypen (z. B. Spieler).

1. Die vier Kombinationsmöglichkeiten

Kriterium Disjunkt (Überschneidungsfrei) Überlappend (Nicht-disjunkt)
Total (Vollständig) Jedes Objekt des Obertyps gehört zu genau einem Untertyp. Jedes Objekt des Obertyps gehört zu mindestens einem Untertyp.
Partial (Teilweise) Ein Objekt des Obertyps gehört zu höchstens einem Untertyp (oder gar keinem). Ein Objekt des Obertyps kann beliebig vielen Untertypen angehören (oder gar keinem).

2. Definitionen

  • Totalität (Vollständigkeit): Legt fest, ob der Obertyp vollständig in die Untertypen “aufgeht”. Bei Totalität darf es keine Instanz des Obertyps geben, die nicht auch einem Untertyp zugeordnet ist.
  • Disjunktheit: Legt fest, ob die Untertypen voneinander getrennt sind. Bei Disjunktheit darf ein Objekt niemals in zwei Untertypen gleichzeitig vorkommen. Wenn Überlappungen erlaubt sind (wie im vorliegenden Fall bei Mitgliedern/Trainern), ist die Spezialisierung nicht-disjunkt.

Hinweis zur SNr: Die Spielnummer (SNr) dient als eindeutiger Identifikator für die Entität Fußballspiel.