Technische Vorbemerkung
- Die Übungen sind für die Arbeit mit jamovi [1] angelegt, können aber mit
jeder anderen Statistiksoftware bearbeitet werden.
- Die Datensätze für alle Übungen können hier
oder aus Moodle als zip-Datei heruntergeladen werden. Es wird empfohlen,
alle Datensätze im gleichen Ordner abzulegen.
- Die Datensätze liegen im
.csv-Format vor (header =
TRUE, sep = “,”, dec = “.”) und können direkt in jamovi geöffnet werden.
Es wird empfohlen, nach der Kategorisierung der Variablen in jamovi, die
Datei im jamovi-Format .omv zu speichern.
[1] The jamovi project (2021). jamovi (Version 1.6) [Computer
Software]. Retrieved from https://www.jamovi.org
[2] Die Aufgaben stammen im Original aus der Aufgabensammlung von Lukas Stammler.
Übung 1
In den USA muss Starbucks auf der Menükarte die Kalorien für jede
Auswahl angeben (in der Schweiz scheint das leider nicht der Fall zu
sein). Gewisse Menschen achten auf eine kohlenhydratarme Ernährung (Low
Carb) und es wäre interessant zu wissen, ob alleine anhand der Angabe
der Kalorien eine Vorhersage über den Gehalt an Kohlenhydraten möglich
ist. Auf https://www.starbucks.ch/de/nutrition können die
Nährwertangaben eingesehen werden.
Im Streudiagramm ist die Beziehung zwischen der Anzahl Kalorien und
dem Kohlenhydratgehalt (in g) dargestellt. Die beiden anderen Grafiken
sind diagnostische Plots des Regressionsmodells (da jamovi etwas
exzessiv diagnostische Plots erstellt, habe ich sie mit einem anderen
Verfahren erstellt).


Aufgabe
- Beschreiben Sie die Beziehung zwischen der Anzahl Kalorien und dem
Kohlenhydratgehalt (in g), für die Auswahl auf der Menükarte von
Starbucks.
- Welches ist die abhängige und welches die unabhängige
Variable?
- Erfüllen die Daten die Voraussetzungen für ein lineares Modell?
Lösung
- Beschreiben Sie die Beziehung zwischen der Anzahl Kalorien und dem
Kohlenhydratgehalt (in g), für die Auswahl auf der Menükarte von
Starbucks.
- Es besteht ein positiver, mittelstarker, linearer Zusammenhang
zwischen der Anzahl Kalorien und dem Kohlenhydratgehalt in g.
- Der Kohlenhydratgehalt für Angebote mit höherem Kaloriengehalt ist
variabler als für Angebote mit geringerem Kaloriengehalt. Dies ist ein
Hinweis auf eine nichtkonstante Varianz der Daten.
- Zudem scheint es zwei Cluster von Daten zu geben: Eine Gruppe von
etwa einem Duzend Beobachtungen in der unteren linken Seite und eine
grössere Gruppe auf der rechten Seite.
- Welches ist die abhängige und welches die unabhängige Variable?
- Abhängige Variable: Kohlenhydratgehalt in g (carb), unabhängige
Variable: Kaloriengehalt (calories)
- Erfüllen die Daten die Voraussetzungen für ein lineares Modell?
- Der Zusammenhang scheint linear und die Residuen sind annähernd
normalverteilt (QQ-Plot). Im Plot der Residuen vs gefittete Werte zeigt
sich ein Muster zunehmender Streuung von links nach rechts. Damit ist
die Bedingung für Homoskedastizität nicht erfüllt. Das bedeutet, dass
die Regressionsgleichung und ihre Koeffizienten zwar gültig sind,
Signifikanztests und Konfidenzintervalle können aber nicht mehr
zuverlässig interpretiert werden.
Übung 2
In den Übungen zur einfachen linearen Regression haben wir den
Zusammenhang von Schlafdauer und Schlechte-Laune-Score von Dan anhand
eines linearen Regressionsmodells analysiert.


Aufgabe
- Welches ist die abhängige und welches die unabhängige
Variable?
- Für welche Variable untersuchen wir den Residuen vs. gefittete
Werte?
- Erfüllen die Daten die Voraussetzungen für ein lineares Modell?
Lösung
- Welches ist die abhängige und welches die unabhängige Variable?
- Abhängige Variable: Schlechte-Laune-Score, unabhängige Variable:
Dan’s Schlafdauer
- Für welche Variable untersuchen wir den Residuen vs. gefittete
Werte?
- für die abhängige Variable
- Erfüllen die Daten die Voraussetzungen für ein lineares Modell?
- Ja. Es besteht ein linearer negativer Zusammenhang zwischen Dan’s
Schlafdauer und ihrem Schlechte-Laune-Score. Die Residuen sind normal
verteilt (QQ-Plot) und die Punkteverteilung im Plot Residuen
vs. gefittete Werte zeigt die gleiche Streuung über den gesamten
Wertebereich. Damit ist die Voraussetzung für Homoskedastizität erfüllt.
Die Voraussetzungen für ein lineares Modell sind erfüllt.
Übung 3
In den Übungen zur einfachen linearen Regression haben wir den
Zusammenhang von Herzgrösse und Körpergewicht von Hauskatzen anhand
eines linearen Regressionsmodells analysiert.


Aufgabe
- Erfüllen die Daten die Voraussetzungen für ein lineares Modell?
Lösung
- Erfüllen die Daten die Voraussetzungen für ein lineares Modell?
- Es besteht ein positiver, moderater, linearer Zusammenhang zwischen
Körpergewicht und Herzgrösse bei Hauskatzen. Die Residuen sind
normalverteilt und Plot der Residuen vs. gefittete Werte zeigt eine
gleichmässige Verteilung der Punkte über den gesamten Datenbereich
(Homoskedastizität). Die Voraussetzungen für ein lineares Modell sind
erfüllt.