Zuerst schauen wir uns mal an, wie lange die gesamte Studie gedauert
hat.
Wie man in der Abbildung sieht, hat es bei einigen länger gedauert als geplant. Als nächstes schauen wir uns an wie lange die einzelnen Phasen gedauert haben.
Der Farbensehtest dauerte bei den meisten nur etwa 3-4 Minuten. Da können wir nicht viel Zeit sparen, weil der Test eh schon kurz ist. Am ehesten Zeit sparen können wir bei den Hauptteilen. Einige von euch haben als Rückmeldung auch geschrieben, dass die Hauptteile lange dauerten und es schwierig war, so lange konzentriert zu bleiben. Also schauen wir uns mal an, wie lange die einzelnen Durchgänge in der Enkodierphase und der Abrufphase gedauert haben. So können wir dann abschätzen, wie viele Durchgänge wir rausnehmen müssen, um im Rahmen von einer Stunde Bearbeitungsdauer zu bleiben.
## `summarise()` has grouped output by 'vpnid'. You can override using the
## `.groups` argument.
Hier sehen wir, wie lange sich Personen für einen Durchgang Zeit zum Antworten nehmen.
In der Originalstudie wurde der Stimulus für 3 Sekunden präsentiert. Und danach folgte das Zeitfenster für die Antworteingabe. Das werden wir auch so machen, denn es scheint, dass die allermeisten innerhalb von 4 s Antworten. Mehr Zeit geben wollen wir auch nicht, damit die Vpn nicht anfangen, sich Geschichten auszudenken, um sich die Farben besser einzuprägen. Das wäre eine andere Strategie, die wir hier möglichst vermeiden wollen.
Generell, ist es einge gute Idee möglichst nahe an der Originalstudie zu bleiben. Weil wir die Studie online durchführen, müssen wir aber noch andere Faktoren beachten und abwägen. Aufgrund dieser Pilotdaten können wir die Darbietungszeit mit gutem Gewissen auf 3 Sekunden festlegen.
## `summarise()` has grouped output by 'vpnid'. You can override using the
## `.groups` argument.
Hier sehen wir, wie lange sich Personen Zeit nehmen, um bei der Farberinnerungsaufgabe die Farbe einzustellen. Es scheint, dass die meisten ihre Antwort innerhalb von 6 Sekunden eingeben.
Mit diesen Werten können wir hochrechnen wie lange die gesamte Studie dauern wird. In der Pilotierung hatten wir 120 Durchgänge pro Bedingung. Das macht also 240 Enkodierdurchgänge und 240 Abrufdurchgänge. Wenn wir die Dauer der Durchgänge mit der Anzahl der Durchgänge multiplizieren, erhalten wir die gesamte Dauer für den Hauptteil der Studie.
Schätzen wir 5s pro Durchang in der Enkodierphase (5x240) und 6s pro Durchgang in der Abrufphase (6x240), kommen wir auf 44 Minuten für den Hauptteil. Das ist zu lange und deswegen kürzen wir die Anzahl Durchgänge auf 80 pro Bedingung. Das macht dann 160 Durchgänge insgesamt. Das sind dann knapp 30 Minuten für den Hauptteil. Mit den Instruktionen und den anderen Teilen bleiben wir so unter 60 Minuten.
Neben der Bearbeitungszeit interessiert uns in der Pilotierung auch die Leistung in den einzelnen Teilen.
Die Werte des Ishihara Farbensehtests sehen gut aus. Da haben wir einen Deckeneffekt, was zu erwarten war.
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In den beiden Enkodieraufgaben haben wir ebenfalls einen Deckeneffekt, was auch zu erwarten war. Wie es scheint, sank die Leistung in der Shallow Encoding Bedingung ein wenig. Das könnte daran liegen, dass diese Bedingung in der Pilotierung immer als zweites kam (–> Müdigkeitseffekt). In der Studie werden wir aber die Reihenfolge der Bedingungen ausbalancieren. Was wir hier mitnehmen ist, dass die Grössenentscheidungsaufgaben beide gut machbar sind.
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Wenn wir unsere Pilotresultate vergleichen mit der Abbildung der Originalstudie (Fig. 4), dann sehen wir, dass wir uns im Rahmen der Erwartungen bewegen. Hinweis: “Deviation” entspricht dem “Response Error (°)” in der Originalstudie. Kleinere Werte sind hier besser, da das bedeutet, dass die gewählte Farbe im Erinnerungstest näher an der Originalfarbe ist.
Die Pilotierung hat uns gezeigt, dass die Aufgaben gut machbar sind aber insgesamt zu lange dauern. Die Anzahl Durchgänge werden wir daher reduzieren.
Zu euren Kommentaren:
- Bezüglich Feedback zur Farbeinstellung: Viele von euch haben
geschrieben, dass das Feedback nützlich war. Jemand hat geschrieben,
dass es nicht nützlich war. Nicolas und ich haben das besprochen und
entschieden, das Feedback nach jedem Durchgang zu präsentieren. So
sollte das Feedback noch nützlicher sein, da man da genau weiss wie man
bei welchem Objekt abgeschnitten hat. (Beim gemittelten
Leistungsfeedback ist nicht klar, ob ich bei allen nur mittelmässig war
oder bei einigen schlecht und bei einigen ganz gut.) Mit dieser Änderung
erhoffen wir uns weiter die Motivation der Vpn zu steigern. Ausserdem
entspricht es auch mehr der Originalstudie. Zusätzlich werden wir noch
einen Satz in den Instruktionen schreiben, wo beschrieben wird, was das
Feedback darstellt.
- Eine Frage war, ob man zwischen den Blöcken Pause machen darf. Das
darf man, aber nicht zu lange. Das wird nun explizit in den
Instruktionen vermerkt sein.
- Einige fanden die Einverständniserklärung/das Debriefing zu allgemein
formuliert. Das können wir noch spezifischer für das Experiment
beschreiben. Im Moment ist es noch so allgemein formuliert, da wir noch
weitere Bedingungen testen werden (u.a. eine Bedingung in der die Vpn
nicht wissen, dass ihre Erinnerungsleistung getestet wird. Das wird aber
nicht in diesem Modul getestet.)
- Eine Angabe darüber, wie schnell man die Aufgaben bearbeiten soll, hat
gefehlt. Das werden wir noch hinzufügen.
- Einige haben sich gewünscht, dass zwischen den Blöcken eine Angabe
gemacht wird, wie viele Blöcke schon absolviert wurden. Das ist nun so
implementiert. Hoffentlich steigert das weiter die Motivation.
- Tastenzuordnung: g&k klein schreiben, damit nicht gedacht wird,
dass Grossbuchstaben gemeint sind. Das ist nun so implementiert.
Euer Feedback hat uns sehr geholfen. Vielen Dank dafür!